Photovoltaik-Anlage in Hannover: Kosten, Förderung und 0 % Mehrwertsteuer

Warum sich der Kauf einer PV-Anlage steuerlich lohnt – und wann Sie sie am besten gleich mit der Dachsanierung kombinieren

Photovoltaik-Module auf saniertem Ziegeldach in Hannover

Eine Photovoltaik-Anlage senkt Ihre Stromkosten dauerhaft und ist in Niedersachsen bei einer Dachsanierung inzwischen für viele Gebäude sogar verpflichtend. Hier erfahren Sie, was eine PV-Anlage in Hannover kostet, warum der Kauf steuerlich klar im Vorteil ist – und warum sich eine Dachsanierung oder Fassadendämmung als Zeitpunkt für die Installation besonders anbietet.

0 % Mehrwertsteuer beim Kauf – aber nicht bei der Miete

Für PV-Anlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit gilt seit 2023 unbefristet ein Nullsteuersatz von 0 % Mehrwertsteuer. Er gilt für die komplette Lieferung, die Installation sowie Zubehör – inklusive Batteriespeicher, egal ob DC- oder AC-gekoppelt und egal ob direkt mitbestellt oder nachgerüstet. Eine gesonderte Genehmigung des Finanzamts ist dafür nicht nötig, in der Praxis reicht eine Bestätigung gegenüber dem ausführenden Betrieb, dass die Anlage auf oder in der Nähe eines begünstigten Gebäudes installiert wird.

Bei Miet- oder Leasingmodellen (z. B. bekannte "Miet-Solar"-Anbieter) gilt dieser Nullsteuersatz nicht, da hier kein Eigentumsübergang stattfindet – es handelt sich um eine Dienstleistung, keine Lieferung. Auf den monatlichen Mietpreis wird deshalb die volle Mehrwertsteuer fällig. In der Gesamtbetrachtung ist der Kauf einer PV-Anlage daher fast immer deutlich günstiger als ein Mietmodell.

Was kostet eine PV-Anlage in Hannover?

AnlagengrößeKosten (Richtwert, inkl. Montage)
ca. 5 kWp (Einfamilienhaus, ohne Speicher)ca. 9.000 – 11.000 €
ca. 10 kWp (Einfamilienhaus, ohne Speicher)ca. 15.000 – 19.000 €
ca. 10 kWp inkl. Batteriespeicherca. 20.000 – 26.000 €

Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte inkl. 0 % Mehrwertsteuer und können je nach Dachausrichtung, Verschattung und Anschlusssituation abweichen.

Eigenverbrauch erhöhen und Amortisationszeit verkürzen

Je mehr Sie vom selbst erzeugten Solarstrom direkt im eigenen Haus verbrauchen, desto schneller amortisiert sich Ihre PV-Anlage – denn selbst genutzter Strom erspart Ihnen den deutlich teureren Netzstrombezug, während eingespeister Überschuss nur die vergleichsweise niedrige Einspeisevergütung bringt. Ein Batteriespeicher puffert den tagsüber erzeugten Strom für den Abend und die Nacht und erhöht so den Eigenverbrauchsanteil spürbar. Noch wirkungsvoller wird die Kombination, wenn große Verbraucher wie eine Wärmepumpe oder eine Wallbox für das E-Auto gezielt dann laufen, wenn die Sonne scheint.

Bei einer gut ausgelegten Anlage mit realistischem Eigenverbrauchsanteil liegt die Amortisationszeit üblicherweise bei rund 8 bis 12 Jahren – bei einer angenommenen Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren rechnet sich die Investition damit über die gesamte Nutzungsdauer deutlich.

Der ideale Zeitpunkt: gleich mit der Dachsanierung kombinieren

Steht ohnehin das Gerüst für eine Dachsanierung oder Fassadendämmung, lässt sich die PV-Montage ohne zusätzliche Gerüstkosten mit erledigen – ein klarer Kostenvorteil gegenüber einer späteren, separaten Installation. Auch bei einer energetischen Komplettsanierung nach KfW 261 lohnt sich die Kombination: Der selbst erzeugte Strom lässt sich direkt für eine Wärmepumpe nutzen und senkt so die laufenden Heizkosten zusätzlich.

In Niedersachsen kommt seit dem 1.1.2025 noch ein weiterer Grund hinzu: Nach § 32a NBauO gilt bei einer grundlegenden Dacherneuerung ab 50 m² Dachfläche eine Solarpflicht – mindestens 50 % der geeigneten Fläche müssen dann mit Photovoltaik oder Solarthermie belegt werden. Details dazu finden Sie in unserem Artikel zur Dachsanierung in Hannover.

Häufige Fragen zur Photovoltaik-Anlage

Muss ich beim Kauf einer PV-Anlage Mehrwertsteuer zahlen?

Nein. Für PV-Anlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit gilt seit 2023 unbefristet ein Nullsteuersatz von 0 % – dieser umfasst Lieferung, Installation und Zubehör inklusive Batteriespeicher.

Lohnt sich Mieten oder Leasen einer PV-Anlage?

Steuerlich in der Regel nicht: Bei Mietmodellen findet kein Eigentumsübergang statt, daher gilt der Nullsteuersatz nicht und auf den Mietpreis wird die volle Mehrwertsteuer fällig. Der Kauf ist meist deutlich günstiger.

Muss ich bei einer Dachsanierung eine PV-Anlage installieren?

In Niedersachsen gilt seit dem 1.1.2025 nach § 32a NBauO eine Solarpflicht für grundlegende Dacherneuerungen ab 50 m² Dachfläche – mindestens 50 % der geeigneten Fläche müssen dann mit PV oder Solarthermie belegt werden.

Übernehmen Sie Planung und Installation komplett?

Ja. Gerade in Kombination mit einer Dachsanierung oder Fassadendämmung planen und koordinieren wir die PV-Installation als Teil Ihres Sanierungsprojekts – aus einer Hand.

Hinweis: Steuerliche Regelungen und Förderbedingungen können sich ändern. Die Angaben in diesem Artikel dienen der ersten Orientierung und ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung.

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