Was kostet eine Wärmepumpe?

22.000 bis 35.000 € eingebaut – und was nach Abzug der KfW-Förderung übrig bleibt

Wärmepumpe an der Rückseite eines energetisch sanierten Hauses in Garbsen

Die kurze Antwort

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet in Hannover komplett eingebaut zwischen 22.000 und 35.000 €. Davon zieht die Förderung nach KfW 458 einen erheblichen Teil ab – im Regelfall 46 %, unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 70 %.

Damit landen Sie bei einem Eigenanteil von oft 12.000 bis 19.000 €. Das ist die Zahl, die zählt.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

22.000 – 35.000 €

der Regelfall

  • Außeneinheit und Speicher
  • Hydraulik und Einbau
  • Inbetriebnahme
Sole-Wasser mit Erdsonde

35.000 – 50.000 €

höhere Effizienz

  • Bohrung genehmigungspflichtig
  • höhere Jahresarbeitszahl
Förderung KfW 458

bis 70 %

max. 28.000 € förderfähig

  • 30 % Grundförderung
  • 16 % Klimageschwindigkeitsbonus
  • bis 40 % Einkommensbonus
Eigenanteil im Regelfall

12.000 – 19.000 €

nach Abzug der Förderung

  • Rechenbeispiel weiter unten

Rechenbeispiel: Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus in Hannover

Förderfähige Kosten: 25.000 € – innerhalb der Höchstgrenze von 28.000 € für die erste Wohneinheit.

  • Grundförderung 30 % – 7.500 €. Bekommt jeder Antragsteller.
  • Klimageschwindigkeitsbonus 16 % – 4.000 €. Wenn eine funktionstüchtige alte Heizung ersetzt wird.
  • Zuschuss gesamt: 11.500 € – also 46 % der förderfähigen Kosten.

Kommt der Einkommensbonus dazu – bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 30.000 €, mit Familienzuschlag bis 40.000 € –, steigt die Förderung auf bis zu 70 %, in diesem Fall gedeckelt bei 80 %.

Was oft vergessen wird

Die Wärmepumpe allein macht ein Haus nicht warm. Diese Posten stehen selten im Angebot der Onlineanbieter und entscheiden trotzdem über den Erfolg:

  • Heizflächen. Eine Wärmepumpe arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Alte, klein dimensionierte Heizkörper werden dann nicht warm genug. Entweder größere Heizkörper oder Fußbodenheizung – letztere kostet 80 bis 120 € pro Quadratmeter.
  • Hydraulischer Abgleich. Pflicht für die Förderung und technisch sinnvoll, sonst läuft die Anlage ineffizient.
  • Dämmzustand. In einem ungedämmten Haus arbeitet jede Wärmepumpe schlecht. Manchmal ist die Fassade der bessere erste Schritt.
  • Aufstellort und Schallschutz. Abstände zum Nachbargrundstück sind einzuhalten. In enger Bebauung ist das ein echtes Planungsthema.
  • Zählerschrank. Ältere Anlagen brauchen häufig eine Ertüchtigung.

Antrag und Reihenfolge

Bei der Heizungsförderung gilt eine feste Reihenfolge, und Fehler darin kosten die komplette Förderung:

  1. Angebot einholen und einen Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung abschließen – also unter dem Vorbehalt der Förderzusage.
  2. Antrag bei der KfW stellen und die Zusage abwarten.
  3. Erst dann bauen.
  4. Nach Fertigstellung die Bestätigung nach Durchführung einreichen.

Wir übernehmen die Abstimmung mit dem Energieeffizienz-Experten und liefern die Unterlagen, die die KfW verlangt. Details zu den Fördersätzen stehen im Artikel zu KfW 458.

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Häufige Fragen

Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet in Hannover komplett eingebaut zwischen 22.000 und 35.000 €. Darin enthalten sind Außeneinheit, Speicher, Hydraulik, Montage und Inbetriebnahme. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde liegt bei 35.000 bis 50.000 €, weil die Bohrung dazukommt.

Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe?

Nach KfW 458 gibt es 30 % Grundförderung. Wird eine funktionstüchtige alte Heizung ersetzt, kommen 16 % Klimageschwindigkeitsbonus dazu – zusammen 46 %. Selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 €, mit Familienzuschlag bis 40.000 €, erhalten zusätzlich einen gestaffelten Einkommensbonus. Die Gesamtförderung ist auf 70 % gedeckelt, in diesem Fall auf 80 %. Als förderfähig anerkannt werden für die erste Wohneinheit bis zu 28.000 € Investitionskosten.

Was bleibt nach Abzug der Förderung übrig?

Bei förderfähigen Kosten von 25.000 € und der üblichen Kombination aus Grundförderung und Klimageschwindigkeitsbonus liegt der Zuschuss bei 11.500 €. Der Eigenanteil beträgt dann rund 13.500 €. Über alle typischen Fälle hinweg landen die meisten Bauherren zwischen 12.000 und 19.000 €.

Braucht man für eine Wärmepumpe eine Fußbodenheizung?

Nicht zwingend, aber niedrige Vorlauftemperaturen sind entscheidend für die Effizienz. Alte, klein dimensionierte Heizkörper werden bei 35 Grad Vorlauf nicht warm genug. Entweder tauscht man sie gegen größere Flächenheizkörper oder man verlegt eine Fußbodenheizung – die kostet 80 bis 120 € pro Quadratmeter.

Lohnt sich eine Wärmepumpe in einem ungedämmten Altbau?

Meist nicht als erster Schritt. Je schlechter die Gebäudehülle, desto höher die nötige Vorlauftemperatur und desto schlechter die Jahresarbeitszahl. In vielen Fällen ist die Dämmung der Fassade oder der Fenstertausch die wirtschaftlichere erste Maßnahme. Genau das klärt eine Energieberatung, bevor Sie Geld ausgeben.

Wann muss der Förderantrag gestellt werden?

Vor Baubeginn. Die Reihenfolge ist verbindlich: Erst einen Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung abschließen, dann den Antrag bei der KfW stellen, die Zusage abwarten und erst danach bauen. Wer diese Reihenfolge umdreht, verliert die gesamte Förderung.

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